Eine Kündigung ist nie angenehm, weder für den Arbeitnehmer noch für den Arbeitgeber. Doch manchmal ist sie unumgänglich. Damit die Trennung rechtlich einwandfrei verläuft, gibt es einige Dinge zu beachten.

Gründe für eine Kündigung

Eine Kündigung kann verschiedene Gründe haben. Oft liegt es an Unzufriedenheit auf einer der beiden Seiten. Der Arbeitnehmer findet vielleicht, dass die Bezahlung zu niedrig ist oder die Arbeitsbedingungen unzumutbar. Der Arbeitgeber ist möglicherweise mit der Leistung nicht mehr zufrieden.

Auch betriebsbedingte Gründe wie Umstrukturierungen oder Stellenabbau können zu einer Kündigung führen. In diesem Fall liegt die Entscheidung nicht immer in der Hand des Arbeitgebers.

Die wichtigsten Kündigungsgründe auf einen Blick:

– Unzufriedenheit auf Seiten des Arbeitnehmers oder Arbeitgebers
– Betriebsbedingte Gründe
– Auflösung des Arbeitsverhältnisses im gegenseitigen Einvernehmen

Kündigungsfristen beachten

Bevor der Arbeitsvertrag aufgelöst wird, sind bestimmte Fristen einzuhalten. Die Kündigungsfrist richtet sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit. In der Regel gilt: Je länger das Arbeitsverhältnis besteht, desto länger ist die Kündigungsfrist.

Kündigungsfristen im Überblick:

– Probezeit: 2 Wochen zum Monatsende
– Weniger als 2 Jahre: 4 Wochen zum Monatsende
– 2-5 Jahre: 2 Monate zum Monatsende
– 5-8 Jahre: 3 Monate zum Monatsende
– 8-10 Jahre: 4 Monate zum Monatsende
– Mehr als 10 Jahre: 5 Monate zum Monatsende

Kündigung richtig formulieren

Die Kündigung sollte schriftlich erfolgen, auch wenn es die Möglichkeit einer mündlichen Kündigung gibt. Der Kündigungstext muss klar und unmissverständlich formuliert sein. Er sollte folgende Angaben enthalten:

– Namen und Anschrift von Arbeitnehmer und Arbeitgeber
– Datum der Kündigung
– Letzter Arbeitstag
– Dauer der Kündigungsfrist
– Grund für die Kündigung (nicht zwingend erforderlich)

Eine handschriftliche Unterschrift rundet die Kündigung ab.

Kündigungsschutz beachten

Nicht alle Arbeitnehmer können ohne Weiteres gekündigt werden. Schwangere, Schwerbehinderte und Betriebsratsmitglieder beispielsweise genießen einen besonderen Kündigungsschutz. Auch das Kündigungsschutzgesetz sieht bestimmte Voraussetzungen vor. Generell sollte die Kündigung immer gut überlegt und im Zweifelsfall juristisch geprüft werden.

Wie kann ich sicherstellen, dass meine Kündigung rechtlich einwandfrei ist?

Um sicherzustellen, dass Ihre Kündigung rechtlich korrekt ist, gibt es einige Punkte zu beachten:

  • Prüfen Sie die Kündigungsfristen. Diese richten sich in der Regel nach der Dauer Ihres Arbeitsverhältnisses. Beachten Sie auch tarifliche oder vertragliche Fristen.
  • Formulieren Sie die Kündigung klar und eindeutig. Nennen Sie das Kündigungsdatum und Ihren letzten Arbeitstag.
  • Zeigen Sie die Kündigung schriftlich an. Eine E-Mail oder ein Fax reicht aus. Per Einschreiben mit Rückschein sind Sie auf der sicheren Seite.
  • Begründen Sie die Kündigung nachvollziehbar. Auch wenn keine Begründungspflicht besteht, kann dies von Vorteil sein.
  • Prüfen Sie einen möglichen Kündigungsschutz. Dieser gilt z.B. für Schwerbehinderte, Schwangere oder Betriebsratsmitglieder.
  • Orientieren Sie sich gegebenenfalls an Kündigungsmustern. Diese geben Ihnen eine Vorlage für die Formulierung.
  • Holen Sie im Zweifelsfall rechtlichen Rat ein. Ein Anwalt für Arbeitsrecht kann die Kündigung prüfen.
  • Zeigen Sie die Kündigung auch der anderen Seite nachweisbar an, z.B. per Einschreiben.

Wenn Sie diese Punkte berücksichtigen, sollte Ihre Kündigung rechtssicher sein. Bei Unsicherheiten fragen Sie einen Experten.

Wie kann ich meine Kündigung am besten schriftlich formulieren?

Für eine schriftliche Kündigung empfiehlt sich folgende Formulierung:

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich mein Arbeitsverhältnis mit der Firma [Firmenname]. Gemäß § 622 BGB beträgt meine Kündigungsfrist aufgrund meiner Betriebszugehörigkeit von [Dauer] Monaten zum [Kündigungstermin]. Mein letzter Arbeitstag wird demnach der [letzter Arbeitstag] sein.

[Optional: Grund für die Kündigung]

Ich bedanke mich für die bisherige Zusammenarbeit und wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft.

Mit freundlichen Grüßen

[Name]

Wichtig ist, dass folgende Punkte enthalten sind:

  • Anschrift des Arbeitgebers
  • Kündigungserklärung
  • Dauer der Kündigungsfrist
  • Letzter Arbeitstag
  • Ort und Datum
  • Unterschrift

Formulieren Sie die Kündigung in korrektem Deutsch und in freundlichem Ton. Vermeiden Sie Vorwürfe oder Anschuldigungen. Senden Sie das Kündigungsschreiben per Einschreiben mit Rückschein. So haben Sie einen Nachweis, dass die Kündigung zugegangen ist.

Wie kann ich sicherstellen, dass die Kündigung zugegangen ist?

Um sicherzustellen, dass Ihre Kündigung dem Arbeitgeber zugegangen ist, gibt es einige Möglichkeiten:

  • Per Einschreiben mit Rückschein: Dies ist die sicherste Variante. Der Rückschein dient als Nachweis, dass die Kündigung zugestellt wurde.
  • Per Einwurf-Einschreiben: Hier haben Sie den Nachweis der Aufgabe zur Post, aber keinen Zugangsnachweis.
  • Per Boten: Lassen Sie die Kündigung durch einen Boten übergeben und sich den Empfang quittieren.
  • Per Fax: Das Sendeprotokoll belegt die Übermittlung. Allerdings haben Sie keinen Nachweis, dass die Kündigung angekommen ist.
  • Per E-Mail: Drucken Sie die gesendete E-Mail mit den Sendeinformationen aus. Der Zugang kann allerdings bestritten werden.
  • Persönliche Übergabe: Lassen Sie sich den Erhalt der Kündigung unterschreiben oder nehmen Sie Zeugen zum Termin mit.

Informieren Sie in jedem Fall den Arbeitgeber, dass Ihnen der Zugang der Kündigung bestätigt werden muss. Ohne Nachweis des Zugangs riskieren Sie, dass Ihre Kündigung unwirksam ist. Sicherheit bietet nur ein überprüfbarer Zugangsnachweis wie der Rückschein.

Fazit: Mit der nötigen Sorgfalt lassen sich Kündigungen korrekt und rechtssicher gestalten. Eine gute Vorbereitung kommt beiden Seiten zugute.

Weiterführende Links und Quellen:

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