Du willst ein Programm installieren, brauchst technischen Support oder fragst dich einfach, ob dein System noch auf dem aktuellen Stand ist. In all diesen Situationen brauchst du eine Antwort auf die Frage: Welche Windows-Version habe ich? Die gute Nachricht: Das lässt sich in wenigen Sekunden herausfinden. Drei Wege stehen dir zur Verfügung, vom schnellen Befehl bis zur detaillierten Systeminformation. Dieser Artikel zeigt dir alle Methoden, erklärt die Unterschiede zwischen den aktuellen Versionen und hilft dir einzuschätzen, ob ein Upgrade sinnvoll wäre.

Methode 1: Der winver-Befehl

Der schnellste Weg führt über den Befehl winver. So geht es:

  1. Drücke die Tastenkombination Windows + R, um das Fenster „Ausführen" zu öffnen.
  2. Tippe winver ein und drücke Enter.
  3. Ein kleines Fenster erscheint mit dem Titel „Info zu Windows".

Dort siehst du sofort die Windows-Edition (zum Beispiel Windows 11 Home oder Windows 10 Pro), die Versionsnummer und den Build. Die Versionsnummer verrät dir, welches größere Update installiert ist. Der Build gibt dir die exakte Fassung an, inklusive aller kleineren Patches.

Diese Methode funktioniert auf allen Windows-Versionen seit Windows XP. Du brauchst keine Administratorrechte und kein zusätzliches Programm. Einfach eintippen, fertig.

Methode 2: Über die Einstellungen

Wenn du lieber klickst statt tippst, führt der Weg über die Windows-Einstellungen:

  1. Öffne die Einstellungen mit Windows + I.
  2. Gehe zu System und dann zu Info (bei Windows 10) oder scrolle nach unten zu Info (bei Windows 11).
  3. Unter „Windows-Spezifikationen" findest du alle relevanten Angaben.

Hier siehst du die Edition, die Version, das Installationsdatum und den Build. Zusätzlich zeigt dieser Bereich die „Gerätespezifikationen" an: Prozessor, Arbeitsspeicher und Systemtyp (32-Bit oder 64-Bit). Diese Informationen brauchst du häufig, wenn du prüfen willst, ob dein Rechner die Anforderungen einer bestimmten Software erfüllt.

Laut StatCounter laufen rund 70 Prozent aller Desktop-PCs weltweit mit einer Windows-Version
Laut StatCounter laufen rund 70 Prozent aller Desktop-PCs weltweit mit einer Windows-Version

Methode 3: Systeminformationen mit msinfo32

Für die detaillierteste Übersicht nutzt du das Systeminformations-Tool:

  1. Drücke Windows + R und gib msinfo32 ein.
  2. Bestätige mit Enter.
  3. Das Fenster „Systeminformationen" öffnet sich.

Ganz oben in der Übersicht steht der Betriebssystemname, die Version und der Build. Darunter findest du eine Fülle weiterer Daten: BIOS-Version, Hauptplatine, verfügbarer Speicher, Netzwerkkonfiguration und vieles mehr.

msinfo32 ist besonders nützlich, wenn du technische Details für den Support zusammenstellen musst. Du kannst die Informationen auch exportieren: Unter Datei > Exportieren speicherst du alles als Textdatei, die du direkt per E-Mail verschicken kannst.

Methode Aufwand Ergebnis Am besten geeignet für
winver 5 Sekunden Edition, Version, Build Schnelle Prüfung zwischendurch
Einstellungen > Info 3 Klicks Version, Build, Gerätedaten Kompatibilitätschecks vor Softwareinstallation
msinfo32 10 Sekunden Komplette Systemübersicht Technischen Support und Fehlersuche

Warum es wichtig ist, deine Windows-Version zu kennen

Die Frage klingt banal, hat aber handfeste Konsequenzen. Drei Gründe, warum du deine Version kennen solltest:

Sicherheitsupdates: Microsoft liefert Sicherheitspatches nur für unterstützte Versionen. Sobald der Support endet, bekommst du keine Fixes mehr für neu entdeckte Sicherheitslücken. Dein Rechner wird dann anfälliger für Schadsoftware und Angriffe. Gerade bei Onlinebanking und sensiblen Daten ist das ein echtes Risiko.

Softwarekompatibilität: Neue Programme setzen bestimmte Mindestversionen voraus. Viele aktuelle Anwendungen funktionieren nur noch mit Windows 10 Version 1903 oder höher. Wer eine ältere Version nutzt, stößt bei der Installation auf Fehlermeldungen oder kann die Software gar nicht erst starten.

Treiberunterstützung: Auch Hardwarehersteller orientieren sich an den aktuellen Windows-Versionen. Für Drucker, Grafikkarten oder Peripheriegeräte werden Treiber irgendwann nicht mehr für veraltete Systeme aktualisiert. Das führt zu Kompatibilitätsproblemen und eingeschränkter Funktionalität.

Aktuelle Windows-Versionen im Überblick

Microsoft pflegt derzeit zwei Hauptversionen von Windows. Beide bekommen regelmäßig Updates, unterscheiden sich aber in Funktionsumfang und Systemanforderungen.

Eigenschaft Windows 10 Windows 11
Erstveröffentlichung Juli 2015 Oktober 2021
Aktuelle Version (Stand 2026) 22H2 24H2
Supportende 14. Oktober 2025 Fortlaufend (jährliche Updates)
Mindest-RAM 2 GB (64-Bit) 4 GB
TPM-Anforderung Nein TPM 2.0 erforderlich
Startmenü Links, Kacheln Zentriert, ohne Kacheln
DirectStorage Nein Ja
Android-Apps Nein Ja (über Amazon Appstore)

Ein wichtiger Punkt: Der Support für Windows 10 endet offiziell am 14. Oktober 2025. Ab diesem Datum gibt es keine kostenlosen Sicherheitsupdates mehr. Microsoft bietet zwar ein kostenpflichtiges Programm für erweiterte Sicherheitsupdates (ESU) an, das ist aber vor allem für Unternehmen gedacht. Für Privatnutzer ist der Umstieg auf Windows 11 die sinnvollere Lösung.

Upgrade auf Windows 11: Voraussetzungen und Tipps

Der Wechsel von Windows 10 auf Windows 11 ist kostenlos, sofern dein Rechner die Hardwareanforderungen erfüllt. Das sind die wichtigsten Voraussetzungen:

Den Kompatibilitätscheck führst du am einfachsten mit der PC-Integritätsprüfung von Microsoft durch. Das Tool prüft automatisch, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind, und zeigt dir an, was gegebenenfalls fehlt.

Vor dem Upgrade solltest du drei Dinge tun:

  1. Backup erstellen. Sichere deine wichtigsten Dateien auf einer externen Festplatte oder in einem Cloud-Speicher. Auch wenn das Upgrade in der Regel reibungslos läuft, kann bei Systemprozessen immer etwas schiefgehen.
  2. Treiber aktualisieren. Besonders Grafik- und Netzwerktreiber sollten auf dem neuesten Stand sein. Das minimiert Probleme nach dem Upgrade.
  3. Genug Zeit einplanen. Je nach Rechner dauert die Installation 30 Minuten bis über eine Stunde. Dein PC startet währenddessen mehrfach neu.

Falls dein Rechner TPM 2.0 nicht unterstützt, hast du nur eingeschränkte Optionen. Es gibt Workarounds, mit denen sich Windows 11 auch auf älterer Hardware installieren lässt, allerdings verlierst du dabei möglicherweise den Anspruch auf Updates. Für die meisten Nutzer ist in diesem Fall ein neuer Rechner die nachhaltigere Lösung.

Wer wissen will, wo heruntergeladene Dateien nach dem Upgrade gelandet sind, findet die Antwort hier: Downloads finden

Weiterführende Links

Übersicht über alle Windows-Versionende.wikipedia.org →
Microsoft-Support für Windowssupport.microsoft.com →